Kinderschutztage 2026 in Berlin

Kinderschutztage 2026 in Berlin – Kreisverband Augsburg vor Ort

Der Kinderschutzbund Kreisverband Augsburg war bei den Kinderschutztagen 2026 in Berlin vertreten. Die ehrenamtliche zweite Vorstandsvorsitzende Martha Bohus sowie die Geschäftsführung Yvette Dumont nahmen an der bundesweiten Veranstaltung teil, die dem fachlichen Austausch, der Vernetzung und der Weiterentwicklung kinderschutzrelevanter Themen dient.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Fachforen. Im Forum zur Sexualpädagogik wurde die Bedeutung von Sexualpädagogik für das gute Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen betont, dass die Haltung des Kinderschutzbundes auf den kinderrechtlichen Grundlagen aufbauen, zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität differenzieren sowie alters- und entwicklungsgerecht ausgerichtet sein muss. Kinder haben ein Recht auf sexuelle Bildung. Sexualpädagogik ist unverzichtbar, um junge Menschen zu stärken, ihre Körperwahrnehmung zu fördern und sie vor Grenzverletzungen besser zu schützen.

Im Fachforum zu Kinderschutz und Demokratiefeindlichkeit ging es um aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und die Frage, wie demokratische Werte im Alltag von Kindern und Jugendlichen gestärkt werden können.

Ein weiterer zentraler Bestandteil war die Verabschiedung einer Resolution Kinder und Jugendliche sind keine Streichposten (Link zum Text) im Rahmen der Bundesmitgliederversammlung des Kinderschutzbundes. Die Resolution kritisiert aktuelle politische Vorhaben wie geplante Änderungen im SGB VIII sowie diskutierte Kürzungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Sie warnt vor einem schleichenden Abbau von Kinderrechten unter dem Druck knapper Haushalte und stellt klar: Kinder und Jugendliche sind keine Streichposten. Der Kinderschutzbund fordert u. a. den Erhalt individueller Rechtsansprüche, den Vorrang des Kinderschutzes vor Sparlogik, eine verlässliche Finanzierung der Hilfesysteme sowie eine konsequente Umsetzung von Inklusion. Zudem spricht er sich gegen Kürzungen zentraler Leistungen wie dem Unterhaltsvorschuss aus und fordert besseren Schutz für Careleaver*innen und unbegleitete minderjährige Geflüchtete.

Vor diesem Hintergrund unterstützt der Kinderschutzbund auch den offenen Brief „Zum politischen Umgang mit existentiellen Bedarfen junger Menschen“, der sich klar gegen Kürzungen im sozialen Bereich wendet und eine verlässliche Absicherung notwendiger Leistungen fordert.

Ergänzt wurde die Veranstaltung durch ein Rahmenprogramm zum 70-jährigen Jubiläum des Landesverbandes Berlin, das die langjährige Arbeit für Kinderrechte und Kinderschutz würdigte.

Die Kinderschutztage boten wertvolle fachliche Impulse und Austauschmöglichkeiten, die in die Arbeit des Kreisverbandes Augsburg einfließen werden. Der Kreisverband setzt sich weiterhin engagiert für die Rechte, den Schutz und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ein.